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  • Häufige Fragen
Sie sind hier: www.busch-schneider.de > Aktuelle Themen > Änderungen zum Unterhalt, Kindergeld und Unterhaltsvorschuss im Jahr 2020
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Der Unterhaltsanspruch eines Kindes laut Düsseldorfer Tabelle steigt. Für minderjährige Kinder von getrenntlebenden Eltern steigen die Sätze in der untersten Einkommensgruppe um 15 bis 21 Euro im Monat.


Der Mindestunterhalt eines Kindes unter sechs Jahren beträgt ab 2020 dann 369 € (statt bislang 354 €)


    • ab 2021 ist eine weitere Steigerung zu erwarten, dann soll Kind unter sechs Jahren in der untersten Bedarfsstufe mindestens 378 € im Monat erhalten.


Kinder zwischen sechs und elf Jahren haben einen Anspruch auf Mindestunterhalt iHv. jetzt 424 € (statt bisher 406 Euro)

    • ab 2021 monatlich dann 434 €.


Für Kinder von zwölf bis 17 Jahren beträgt der monatliche gesetzliche Mindestunterhalt jetzt 497 €


    • ab 2021 monatlich dann 508 €.

Für volljährige Trennungskinder steigen die Sätze geringer und zwar von 527 € auf jetzt 530 €. Die Bedarfssätze volljähriger Kinder waren 2018 und 2019 völlig unverändert geblieben. Der ausbildungsbedingte Mehrbedarf steigt auf 100 € monatlich.
Für Studierende, die nicht bei ihren Eltern oder einem Elternteil wohnen, erhöht sich der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf von 735 € auf nun in der Regel monatlich 860 € (plus Studiengebühren). Hierin sind bis 375 € für Unterkunft -einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete)- enthalten. Dieser Bedarfssatz kann auch für ein Kind mit eigenem Haushalt angesetzt werden. Dementsprechend können sich Studierende über höhere Bafög-Zuschüsse freuen.


Eine gute Nachricht für die Unterhaltspflichtigen: Der Selbstbehalt für Eltern steigt ab 2020


Der notwendige Selbstbehalt gegenüber Minderjährigen und privilegierten Volljährigen steigt bei erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen von 1.080 € auf jetzt 1.160 €.


Der Selbstbehalt von Nicht-Erwerbstätigen von 880 € auf jetzt 960 Euro.


In beiden Fällen sind nun Kosten einer Warmmiete von 430 € (pauschal) -vorher 380 €- berücksichtigt. Der Selbstbehalt kann erhöht werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass die tatsächlich anfallenden Wohnkosten unausweichlich höher und nicht unangemessen sind.


Der monatliche Selbstbehalt gegenüber dem getrenntlebenden und dem geschiedenen Ehegatten differenziert erstmals zwischen Erwerbstätigkeit und Nicht-Erwerbstätigkeit.


Falls Erwerbstätigkeit vorliegt behält der Pflichtige nun 1.280 € (statt bisher 1.200 €).


Falls keine Erwerbstätigkeit vorliegt behält er 1.180 EUR (statt bisher ebenfalls 1.200 €).


Hierin sind bis 490 € für Unterkunft einschließlich umlagefähiger Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten. Für die Erhöhung des Selbstbehalts um erhöhte Wohnkosten gilt das Vorgenannte.


Der Selbstbehalt beim Elternunterhalt steigt von bisher 1.800 € auf 2.000 € der seines Ehegatten auf 1.600 € in Summe demnach auf 3.400 € (statt bisher 3.240 €).


Unter Beachtung des seit 01.01.2020 geltenden Bundesteilhabegesetzes und des seit dem 01.12.2019 geltenden Angehörigen-Entlastungsgesetz dürften die Fälle der Heranziehung von Eltern unterhaltspflichtiger Kinder stark zurückgehen, da Unterhaltsansprüche der Leistungsberechtigten gegenüber ihren Kindern und Eltern nicht zu berücksichtigen sind, es sei denn, deren jährliches Gesamteinkommen beträgt jeweils mehr als 100 000 €.

Das staatliche Kindergeld beläuft sich ab 01.07.2019 auf 204 € monatlich. Durch die Änderungen der Düsseldorfer Tabelle beläuft sich ein Unterhaltsvorschuss ab 01.01.2020 je nach Alter des Kindes dann auf 165 €, 220 € oder 293 €.
Sofern ihr Einkommen als betreuender Elternteil nicht ausreicht können erwerbstätige Elternteile eine zusätzliche finanzielle Unterstützung bekommen, um den Unterhalt ihrer Kinder zu sichern. Beim Kinderzuschlag sollen die oberen Einkommensgrenzen entfallen. Zukünftig wird daher das Einkommen der betreuenden Eltern, das über ihren eigenen Bedarf hinaus-geht, nur noch zu 45 %, statt wie bisher zu 50 %, auf den Kinderzuschlag angerechnet.

Neben dem Kindergeld und dem Kinderzuschlag haben Eltern auch Anspruch auf einen Steuerfreibetrag. Ab dem 1. Januar 2020 steigt er um 192 € pro Kind auf dann 5.172 € für zusammenveranlagte Eltern, ansonsten auf 2.486 Euro je Elternteil.
Zusätzlich dazu gibt es einen Steuerfreibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf. Dieser liegt nun bei 2.640 €. Für die Ermittlung der Einkommensteuer werden die beiden Freibeträge zusammengerechnet. Bei weitergehenden steuerlichen Fragestellungen wenden Sie sich diesbezüglich bitte an einen Steuerberater Ihres Vertrauens.


Bei weitergehenden Fragen der Handhabung von Änderungen der Düsseldorfer Tabelle und den Bedarfssätzen und Selbstbehalten in Ihrem persönlichen Fall, vereinbaren Sie bitte einen entsprechenden persönlichen Beratungstermin über unser Büro. Vielen Dank!

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